Matratzen nach Härtegrad richtig einordnen
Die Härtegrad-Kategorie ist für Kunden gedacht, die zuerst das Liegegefühl bestimmen möchten. Auf Godre.de wird die Skala H2 weich, H3 mittelfest, H4 fest und H5 ultra fest verwendet. Diese Einteilung hilft bei der Vorauswahl, ersetzt aber nicht die Bewertung des gesamten Aufbaus. Wer noch unsicher ist, kann direkt innerhalb dieses Härtegrad-Baums vergleichen: Weiche Matratzen, Mittelfeste Matratzen, Feste Matratzen und Ultra feste Matratzen zeigen die wichtigsten Unterschiede zwischen Nachgiebigkeit, Stabilität und sehr fester Unterstützung.
H2 weich und H3 mittelfest im direkten Vergleich
H2 weich wird häufig gewählt, wenn eine nachgiebigere Oberfläche gesucht wird oder eine leichtere Person auf der Seite schläft. H3 mittelfest ist dagegen oft ein ausgewogener Bereich, weil Komfort und Stabilität stärker verbunden werden. Der Unterschied ist aber nicht nur eine Zahl. Eine weiche Matratze kann bei zu hohem Gewicht zu stark einsinken, während eine mittelfeste Matratze für leichte Seitenschläfer bereits zu stabil wirken kann. Deshalb sollte H2 immer mit H3 verglichen werden, bevor eine Entscheidung fällt.
H4 fest und H5 ultra fest für mehr Stabilität
H4 fest richtet sich an Nutzer, die mehr Unterstützung und weniger Einsinken wünschen. H5 ultra fest ist die stärkste Festigkeitsstufe in dieser Struktur und sollte bewusst gewählt werden, wenn eine sehr stabile Oberfläche gewünscht oder benötigt wird. Zwischen H4 und H5 liegt ein wichtiger Komfortunterschied: H5 kann sehr tragfähig sein, darf aber nicht dazu führen, dass Schulter oder Hüfte zu wenig Entlastung bekommen. Deshalb lohnt sich der Vergleich zwischen festen und ultra festen Matratzen besonders bei Rücken- und Bauchschläfern.
Härtegrad nach Gewicht und Schlafposition auswählen
Die passende Härte hängt stark von Körpergewicht, Körperbau und Schlafposition ab. Seitenschläfer benötigen oft mehr Nachgiebigkeit an Schulter und Hüfte, während Rücken- und Bauchschläfer häufiger eine stabilere Fläche bevorzugen. Eine Person mit geringem Gewicht nimmt denselben Härtegrad fester wahr als eine schwerere Person. Deshalb reicht es nicht, H3 als universelle Lösung oder H4 als automatisch besser zu betrachten. Der Härtegrad muss zum tatsächlichen Druck auf der Matratze passen.
Härtegrad in Einzel- und Doppelgrößen
Bei Einzelgrößen wird die Matratze meist genau auf eine Person abgestimmt. Bei Doppelgrößen ab 130 cm müssen dagegen oft zwei Körpergewichte und zwei Schlafgewohnheiten berücksichtigt werden. Wenn sich die Nutzer stark unterscheiden, kann der mittlere Härtegrad für eine Person angenehm und für die andere zu weich oder zu fest wirken. Deshalb ist in Doppelbetten die Frage der Härte besonders wichtig. Der Vergleich der vier Härtegrad-Kategorien hilft, den gewünschten Kompromiss besser einzugrenzen.